Am 21.04.26 um 14-16 Uhr in Raum 316, Gebäude 1502 trägt Prof. Dr. Lukas Eibensteiner (Friedrich-Schiller-Universität Jena) seinen Gastvortrag "Minderheitensprachen im Fremdsprachenunterricht: Mehrsprachigkeit und kritische Sprachenbewusstheit mit Linguistic Landscapes fördern" vor:
Seit mittlerweile dreißig Jahren beschäftigt sich die Linguistic-Landscape-Forschung mit schriftlicher Sprache im öffentlichen Raum und dabei insbesondere mit dem Verhältnis von Minderheiten- und Mehrheitssprachen (Landry/Bourhis 1997). Während im soziolinguistischen Kontext häufig sprachenpolitische Fragen im Vordergrund stehen, wird in der fremdsprachendidaktischen Literatur vor allem das Potenzial betont, plurilinguale Kompetenz und Sprachenbewusstheit zu fördern (Eibensteiner 2025; Gorter/Cenoz/van der Worp 2021); zwei Kompetenzbereiche, deren Förderung im Rahmen der Mehrsprachigkeitsdidaktik und der Language Awareness-Bewegung seit mehreren Jahrzehnten im Zentrum steht. Ziel des Vortrags ist es, einen allgemeinen Überblick über die Mehrsprachigkeitsdidaktik und die Language-Awareness-Bewegung zu geben und herauszuarbeiten, wie mehrsprachige Linguistic Landscapes einen Beitrag zur Förderung von plurilingualer Kompetenz und Sprachenbewusstheit leisten können. Im Fokus stehen zwei Fallstudien zum Mapudungun und Quechua, die im Frühjahr dieses Jahres in Temuco (Chile) und Cusco (Perú) durchgeführt wurden. Nach einer kurzen Vorstellung der beiden Fallstudien sollen die Studierenden nach Didaktisierungspozentialen suchen, die abschließend im Plenum diskutiert werden.
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Am 05.05.26 um 16-18 Uhr in Raum 316, Gebäude 1502 trägt PD Dr. Benjamin Peter (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) seinen Gastvortrag "El significado social de los rasgos lingüísticos - el caso del paisaje lingüístico en andaluz" vor:
En esta ponencia se mostrará cómo se constituye el significado social de rasgos del español andaluz a partir de su circulación en el paisaje lingüístico en Andalucía. El foco estará en el papel de los signos indexicales: formas lingüísticas salientes que, más allá de representar una realización fonética determinada, apuntan a categorías y valores sociales (autenticidad, nivel de instrucción, pertenencia, posicionamientos políticos). De este modo, los índices se estabilizan mediante ideologías lingüísticas y procesos de enregisterment. Con una perspectiva semiótica y un análisis del discurso de casos ejemplares, el trabajo explicará qué rasgos se representan, quién los produce e interpreta y cómo esas interpretaciones se sedimentan en registros socialmente reconocibles.